Betriebsrat STEAG Power GmbH, Essen

Nominiert 2026

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Betriebsrat STEAG Power GmbH (v.l.n.r.): Ingo Belker, Sebastian Ebbing, Celine Wieder, Christian Skibbe, Carola Jochheim, Thomas Jansen, Kati Steffens, Oliver Steffens, Melanie Dellmann, Norman Lorenz, Leon Lübeck (JAV), Alexandra Schmidt

Nicht im Bild: Nicole Müller, Gerrit Peters, Verena Peters

Daten zum Projekt

  • Unternehmen/Betrieb: STEAG Power GmbH, Essen
  • Branche: Energieversorgung
  • Gewerkschaft: IGBCE

Das Projekt in Stichworten

  • Ein Sechstel der Beschäftigten des Unternehmens ist weiblich, davon arbeiten rund 40 Prozent in Teilzeit. Diese Gruppe nimmt seltener an Qualifizierungen teil als die Kolleginnen und Kollegen in Vollzeit.
  • Der Betriebsrat initiierte ein Projekt, das darauf abzielt, neue Qualifizierungsmodelle für Frauen in Teilzeit zu entwickeln, um Gleichberechtigung und inklusivere Arbeitsbedingungen zu fördern.
  • In einer Zukunftswerkstatt und weiteren Formaten wurden konkrete Schritte zur Umsetzung von besseren Qualifizierungschancen von Frauen auf den Weg gebracht. 

Kurzbeschreibung

Frauen in Teilzeitstellen bei der Karriere und mit passenden Qualifizierungsangeboten zu helfen, war Ziel eines von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Projektes beim Energieerzeuger und -versorger Steag Iqony Group. Am Anfang stand die Erkenntnis, dass Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels und der nötigen Transformation hin zu neuen Produktions- und Arbeitsmodellen die Teilzeitkräfte bei Weiterbildung und Aufstiegschancen nicht länger benachteiligen sollten. „Wir haben Frauen in Teilzeit befragt, warum sie seltener an Fort- und Weiterbildungen teilnehmen können und die kaum überraschende Antwort erhalten, dass sie vor allem wegen ihrer Verpflichtungen in der Kinderbetreuung und Pflege keine Zeit dafür hätten“, sagt Christian Skibbe vom Standortbetriebsrat Essen.

In dem für das Jahr 2025 geförderten Projekt ging es darum, mit den Teilzeitkräften im Betrieb gemeinsam neue Wege hin zu einer geeigneten Karriereförderung für sie sowie den dazu passenden Qualifizierungsangeboten zu entwickeln. Auftakt dafür war eine Zukunftswerkstatt, der sich ein Workshop anschloss, in dem Schritte zur Umsetzung der Ideen beschlossen wurden. Mittlerweile gibt es etliche Neuerungen: So sollen gut für Teilzeitkräfte geeignete Qualifizierungsangebote besonders gekennzeichnet werden. Zentrale Ansprechpartner*innen helfen bei individuellen Fragen wie zum Beispiel der Suche nach einer/m Partner*in fürs Jobsharing. Christian Skibbe: „Zentraler Akteur für die Umsetzung wird das bestehende Frauennetzwerk, das sich in Arbeitsgruppen mit den einzelnen Themen befassen wird.“ 2026 würden viele neue Formate getestet. 

Der Betriebsrat setzte mit diesem Projekt den Fokus auf teilzeitarbeitende Frauen. Da sie seltener an Qualifizierungen teilnehmen als z.B. männliche Vollzeitarbeitende, entwickelte das Gremium speziell auf sie zugeschnittene Bildungsangebote. Ein beindruckendes Projekt, das Gleichberechtigung und inklusivere Arbeitsbedingungen für Frauen in Teilzeit fördert.

Stefan Soltmann, IGBCE