Erwerbstätigkeit

Entgegen aller Klischees: Immer mehr junge Menschen arbeiten

Keinen Bock auf Arbeit? Eine Datenanalyse des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung räumt mit Vorurteilen zum beruflichen Engagement der Generation Z  auf. 

Die Erwerbsbeteiligung junger Menschen hat in den vergangenen Jahren beständig zugenommen. Das hat das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) anhand amtlicher Statistiken ermittelt. Im Jahr 2025 waren demnach 76,8 Prozent der 20- bis 24-Jährigen erwerbstätig oder suchten nach Arbeit. Das entspricht einem Anstieg um 7,1 Prozent gegenüber 2015 und ist die höchste Erwerbsquote in dieser Altersgruppe seit der Jahrzehnten.

Den Daten liegen vom IAB ausgewertete Ergebnisse des Mikrozensus zugrunde, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Deutschland. Wie das Institut in seiner Mitteilung betont, widerlegen sie das in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft weit verbreitete Vorurteil von einer Generation Z (Jahrgänge 1995 bis 2010), der es an beruflichem Engagement oder Arbeitsmoral fehle. 

Vielmehr scheint das Gegenteil wahr. Dafür liefert die IAB-Auswertung nicht die ersten, aber neue und starke Indizien. So ist zwar auch die Arbeitsmarktbeteiligung der 25- bis 64-Jährigen in den vergangenen Jahren konstant gewachsen; allerdings nur um 3,1 Prozentpunkte seit 2025, also deutlich langsamer als bei Jüngeren. 

Innerhalb der Gruppe der 20- bis 24-Jährigen stieg laut IAB die Erwerbsbeteiligung unter Studierenden besonders deutlich an – die herangezogenen Daten erfassen auch Mini- respektive Nebenjobber. Dies wirkt sich auch auf die Verteilung der Branchen aus, in denen die jungen Menschen tätig sind. So arbeiten sie häufiger als ältere Erwerbstätige im Handel, in der Lebensmittelbranche und im Gastgewerbe. In Berufen der Unternehmensführung und -organisation sind sie hingegen unterrepräsentiert. 

Doch Vorsicht vor falschen Schlüssen. Die 20- bis 24-Jährigen üben gemäß den IAB-Daten ähnliche viele verschiedene Berufe und Tätigkeiten aus wie ältere Erwerbstätige. „Die Beschäftigung von jungen Leuten und Studierenden geht also über typisches Jobben weit hinaus“, heißt es in der Mitteilung des Forschungsinstituts.

Die vollständige Mitteilung zum Thema im IAB-Forum lesen sie hier.

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