Wie Menschen mit Einwanderungsgeschichte in den Arbeitsmarkt integriert sind, hängt laut Statistischem Bundesamt unter anderem von ihrer Aufenthaltsdauer in Deutschland, ihrer Herkunft, aber auch ihrem Geschlecht ab. So sind Frauen deutlich seltener erwerbstätig als Männer gleicher Herkunft. Dieser Unterschied ist bei Zugewanderten aus Afrika und dem Mittleren oder Nahen Osten besonders groß.
Im Einzelnen waren 89 Prozent der Männer zwischen 25 und 59, die maximal fünf Jahre zuvor aus einem EU-Staat nach Deutschland eingewandert sind, im vergangenen Jahr erwerbstätig. Bei den Frauen derselben Gruppe lag der Anteil bei 73 Prozent.
Unter den aus Afrika eingewanderten Menschen, die weniger als fünf Jahre in Deutschland lebten, waren 79 Prozent der Männer und 47 Prozent der Frauen erwerbstätig. Noch größer war der Geschlechtsunterschied bei Menschen aus dem Nahen und Mittleren Osten: Hier hatten 57 Prozent der Männer und 28 Prozent der Frauen in dieser Altersgruppe Beschäftigung.