Unterstützung bieten in diesen Fällen Berufsschulen, Kammern und die Bundesagentur für Arbeit, denn sie können den Wechsel in einen neuen Betrieb begleiten. Besonders in wirtschaftlichen Krisenzeiten können zusätzliche Fördermaßnahmen die Zeit außerhalb des Ausbildungssystems verkürzen. Dennoch kann dadurch der Nachteil der Betroffenen nicht gänzlich ausgeglichen werden, und Unterschiede vor allem im Verdienst bleiben auch auf längere Sicht bestehen.
Auch die Branche der Ausbildungsstelle spielt der Studie zufolge eine entscheidende Rolle: In Branchen, die ohnehin nach Auszubildenden suchten, war der Wechsel häufig einfacher. Unter schlechteren Arbeitsmarktbedingungen oder stärkerem Wettbewerb um Ausbildungsplätze stellte sich die Suche nach einem neuen Platz schwieriger dar.
Die Studie stützt sich auf Daten deutscher Auszubildender zwischen 2008 und 2022 und hat den Einfluss des Verlusts des Ausbildungsplatzes auf spätere Beschäftigung und Einkommen über eine Spanne von acht Jahren untersucht.