KI braucht besseres Futter
Trotz steigender Nutzung in vielen Betrieben bleibt KI weiterhin fehleranfällig. Einer der Gründe dafür: Falsche oder fehlende Zielsetzungen.
Trotz steigender Nutzung in vielen Betrieben bleibt KI weiterhin fehleranfällig. Einer der Gründe dafür: Falsche oder fehlende Zielsetzungen.

Häufig kann die KI Erwartungen nicht vollständig erfüllen, doch woran liegt das?
Damit Unternehmens-KI zielorientiert arbeiten kann, ist es entscheidend mit welchem Kontext sie versorgt wird. Meist liegt das Problem darin, dass Unternehmen eben genau diese Grundlage nicht schaffen und zielgerichtet steuern. Dabei ist sie unverzichtbar, um eine klare Verbindung zwischen Unternehmensdaten und Infrastruktur aufrecht zu erhalten. Das zeigt eine neue Studie von Celonis und dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT.
Hauptaugenmerk der Studie sind die sogenannten Action-Value-Gaps: Damit ist das Spannungsfeld zwischen der Ambition und dem tatsächlichen Resultat der KI-Nutzung gemeint. Die Auswertung zeigt, dass das Problem nicht in Modellen oder falscher Expertise zur KI-Nutzung liegt, sondern dass nicht die richtigen und benötigten Strukturen geschaffen werden.
Die häufigsten Fehler:
„Viele KI-Anwendungen scheitern nicht an ihrer technischen Leistungsfähigkeit, sondern daran, dass ihnen das Verständnis für die realen Abläufe im Unternehmen fehlt”, betont Prof. Dr. Maximilian Röglinger, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT. „Für den Schritt vom Pilotprojekt zum produktiven Einsatz braucht es einen expliziten Geschäftsprozesskontext: Welche Objekte bewegen sich durch welche Prozesse, welche Regeln gelten, wer ist verantwortlich und woran wird Erfolg gemessen? Erst wenn dieses Wissen maschinenlesbar verfügbar ist, kann KI im Unternehmen verlässlich, wiederverwendbar und skalierbar Wert schaffen.“
Um also den KI-Einsatz zu optimieren, sollten Betriebe die Technologie allumfassender benutzen undDaten, Erkenntnisse, Maßnahmen und Wertschöpfung besser verbinden. Das macht es für die KI möglich, nachfolgende Schritte übertragen und verstehen zu können. Davon ergeben sich sowohl Fortschritte im geschäftlichen Kontext durch eine verbesserte Datengrundlage. Genauso kann auch das Potential der KI stärker genutzt werden.
Die Studie liefert nicht nur Erklärungen für den zielgerichteten Einsatz von KI: Ein Fragenkatalog zur Selbsteinschätzung unterstützt dabei, die eigene Bereitschaft für den KI-Einsatz zu bewerten und den Action-Value-Gap nach und nach zu senken.
Als Grundlage der Studie wurden branchenübergreifend qualitative Interviews mit Führungskräften aus internationalen Unternehmen ausgewertet und empirische Daten aus bereits bestehenden Befragungen von mehr als 1.600 Führungskräften ausgewertet. Zudem wurden wissenschaftliche Literatur sowie aktuelle Marktstudien herangezogen.
Pressemitteilung des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT vom 29.07.2026