Künstliche Intelligenz

KI im Job: In Deutschland ausbaufähig

Deutschland hinkt bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) im beruflichen Umfeld hinterher und liegt im internationalen Vergleich unter dem Durchschnitt. Das zeigt die aktuelle Studie „People at Work 2026“ von ADP Research.

KI wird zunehmend fester Bestandteil unseres Arbeitsalltags: Die Hälfte aller Beschäftigten nutzt entsprechende Anwendungen – betrachtet über Ländergrenzen hinweg –  mehrmals in der Woche, fast 20 Prozent sogar täglich. Anders in Deutschland: Hierzulande sind es nur etwa 14 Prozent der Arbeitnehmenden.

In Ländern wie Indien (41 Prozent), Nigeria (39 Prozent) und Vietnam (36 Prozent) ist die tägliche KI-Nutzung deutlich stärker verbreitet als in Deutschland. 

Und: Weltweit empfinden im Durchschnitt 17 Prozent KI als eine Erleichterung ihrer Arbeit und rund neun Prozent befürchten ihren Job aufgrund von KI zu verlieren. In Deutschland glauben nur acht Prozent der Nutzer*innen, dass sich ihr Arbeitsalltag durch KI verbessern wird, und genauso viele befürchten von KI ersetzt werden zu können.

Dabei deutet die Studie darauf hin, dass KI tatsächliche Vorteile im Stressmanagement mit sich bringen kann. Rund elf Prozent der täglichen KI-Nutzer*innen geben an, unter negativem Stress zu stehen. Bei denjenigen, die KI nicht nutzen, ist der Wert mit 23 Prozent mehr als doppelt so groß. Zudem fühlen sich Beschäftigte, die KI in ihren Arbeitsalltag integrieren, im Team bestärkter und sicherer. 

Für Unternehmen und Betriebsräte in Deutschland sehen die Studienautoren deshalb Handlungsbedarf. Um das Potenzial von KI besser auszuschöpfen, seien gezielte Schulungen und eine Anpassung der Kriterien zur Bewertung von Produktivität erforderlich.

Lohnenswert könnte auch ein Blick auf die Altersstrukturen im Betrieb sein. Denn  in Deutschland hängt die KI-Akzeptanz bei den Berufstätigen mit dem Lebensalter zusammen: Arbeitnehmende zwischen 18 und 39 Jahren bilden mit 20 Prozent in Deutschland die größte Gruppe, die KI nahezu täglich nutzt. Nur Großbritannien und die Schweiz können bei Personen unter 40 in Europa noch mehr Akzeptanz vorweisen. 

Grundlage der Studie sind die Antworten von rund 39.000 Beschäftigten aus 36 Ländern, darunter 1184 aus Deutschland.

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Quelle

Pressemitteilung vom 8.7. 2026 zur Studie „People at Work 2026” basierend auf der „Global Workforce Survey“ von ADP Research

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