Doch welche Rolle spielen Sprachkenntnisse auf dem deutschen Arbeitsmarkt? Eine Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) auf Basis des Jobmonitors der Bertelsmann Stiftung gibt Aufschluss darüber, welche Sprachen Arbeitgeber in Stellenanzeigen für den akademischen Arbeitsmarkt voraussetzen. Dafür analysierte das CHE die deutschlandweit erfassten Online-Stellenanzeigen des Jobmonitors. Untersucht wurden Stellen, die sich an Bewerber*innen mit Bachelor- oder Masterabschluss beziehungsweise Promotion richten. Allein im Jahr 2025 wurden dafür rund 1,6 Millionen Stellenanzeigen ausgewertet.
In vielen Berufsfeldern zählen Sprachkenntnisse inzwischen zum Anforderungsprofil: In fast jeder zweiten untersuchten Stellenanzeige, (47,5 Prozent) werden Sprachkenntnisse ausdrücklich genannt. Am häufigsten gefragt waren 2025 Deutsch mit 39,9 Prozent und Englisch mit 35,7 Prozent. Auch die Kombination aus beiden Sprachen setzten Arbeitgeber in rund 28 Prozent der Stellen voraus. Dies unterscheidet akademisch geprägte Tätigkeiten vom beruflich qualifizierten Stellen: In rund 30 Prozent der Stellenanzeigen für beruflich qualifizierte Stellen wurden Sprachkenntnisse als Einstellungskriterium angegeben.
Andere Fremdsprachen sind auf dem akademischen Arbeitsmarkt deutlich seltener gefragt: In weniger als einem Prozent der Stellenanzeigen wurden weitere Sprachkenntnisse vorausgesetzt. Studienautor Nicolas Reum betont allerdings, dass zusätzliche Sprachkenntnisse immer von Nutzen auf dem akademischen Arbeitsmarkt sind: