Das Armutsrisiko im Alter fällt um 38 % niedriger aus, wenn bei der Berechnung der finanziellen Situation von Haushalten neben dem Einkommen auch bestehendes Vermögen berücksichtigt würde. So ergibt es sich zumindest aus einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW).
Gemäß Studie sind bei alleiniger Betrachtung der Einkommen 17,8 % der Haushalte, in denen die hauptverdienende Person eine gesetzliche Altersrente bezieht, armutsgefährdet. Laut IW verzerrt diese gängige Art der Berechnung die finanzielle Realität in den Haushalten, da sie deren Vermögen ausblende. Beziehe man die Vermöge ein, sinke die Gefährdungsquote bei Altersrentner*innen auf 11 %.
Die Studie des IW stützt sich auf Mikrodaten der Deutschen Bundesbank, die die Einkommens- und Vermögenssituation von rund 4000 Haushalten im Jahr 2023 abbilden. Demnach macht der Einbezug des Vermögens vor allem in Haushalten mit älteren Hauptverdiener*innen einen Unterschied. In der Gesamtbevölkerung sinkt das Armutsrisiko bei Berücksichtigung des jeweiligen Haushaltsvermögens um lediglich zwei Prozentpunkte: von 15,4 % auf 13,4 %.