Am späten Abend des 1. Juli 2026 war es so weit: Die Koalitionspartner CDU/CSU und SPD hatten sich auf einen 34-Punkte-Plan geeinigt, der die Konjunktur voranbringen und den Arbeitsmarkt stabilisieren soll – ein „Programm für Aufschwung und Beschäftigung“, wie es im Wortlaut der Bundesregierung heißt, das auf einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt wurde (siehe Bild).
Die Reaktionen folgten prompt und natürlich enthielten sie Kritik, aber auch Lob, unter anderem von Gewerkschaftsseite. „Viele der Ergebnisse des gestrigen Koalitionsausschusses sind richtige Signale für Beschäftigung, Wachstum und Entlastung. Die Ergebnisse machen deutlich, dass sich der konstruktive Dialog mit den Sozialpartnern lohnt“, sagte die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Yasmin Fahimi.
So begrüßt der DGB in seiner Pressemitteilung ausdrücklich, „dass insbesondere kleine und mittlere Einkommen gezielt gestärkt werden“ und der Spielraum für flexible tarifliche Regelungen und Beschäftigungssicherung erweitert werde. „Dass die Politik diesen Vorschlag des DGB aufgreift, zeigt: Gewerkschaftliche Expertise zählt, und wir dringen mit unseren Hinweisen durch“, so Fahimi dazu.
Auch die Erhöhung der steuerlichen Arbeitnehmer-Pauschalbetrags um 200 auf 1430 Euro ist aus Sicht des DGB ein „richtiges Signal“. Kritik übt der gewerkschaftliche Dachverbandes hingegen vor allem an den Regierungsplänen zur Lockerung der Vorgaben für sachgrundloser Befristungen und zur Abschaffung telefonischer Krankschreibungen bei gleichzeitiger Pflicht für Beschäftigte, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen früher einzureichen.
Das sind die wichtigsten von der Koalition vorgesehenen Maßnahmen für Beschäftigte im Einzelnen, geordnet nach thematischen Kernbereichen: