Mobile Arbeit

Das unterschätzte Risiko: Langes Sitzen

Arbeiten im Homeoffice bedeutet häufig langes Sitzen – oftmals sogar länger am Stück als im Büro. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsschutz (IFA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).  

arbeitsorga_rueckenschmerzen_1753830417

Bei der IfA-Erhebung wurde das Bewegungsverhalten von 50 Beschäftigten untersucht, die hybrid arbeiten – also sowohl im Büro als auch im Homeoffice. Mithilfe eines Sensors am Oberschenkel erfassten die Forschenden, wie lange die Teilnehmenden während ihrer Arbeitszeit saßen, standen oder sich bewegten. 

Einen großen Unterschied im Bewegungsverhalten macht laut der Studie der Arbeitsort: Im Homeoffice verbrachten die Studienteilnehmenden rund 46 Prozent der Arbeitszeit in längeren Sitzphasen. Im Gegensatz dazu lag dieser Anteil im Büro bei nur fast 39 Prozent.

Das Problem: Unabhängig von ihrem Arbeitsort verbrachten die Teilnehmenden einen großen Teil ihres Arbeitstages sitzend am Schreibtisch.  

Gerade deswegen ist die richtige Körperhaltung wichtig, denn sonst kann es schnell zu Schmerzen oder Verspannungen kommen. Das Stichwort hierfür lautet Ergonomie. Im eigentlichen Sinne bezeichnet dies die Wissenschaft von der menschlichen Arbeit. Im kern fegt es darum, gesundes Arbeiten zu fördern. Es müssen also Bedingungen geschaffen werden, die sowohl im Büro als auch zu Hause auf die Beschäftigten abgestimmt sind.  

Hier findet Ihr die wichtigsten Tipps, um Euren Arbeitsalltag rückenfreundlich zu gestalten: 

Auch für Betriebsräte ist es wichtig auf den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer*innen zu achten. Daher sollten Maßnahmen mit dem Arbeitgeber besprochen bzw. diese auch eingefordert und besonders das Homeoffice dabei nicht vernachlässigt werden. 

Quelle

Gesundheitswelt der AOK Sachsen-Anhalt: Ergonomisch Sitzen

BAuA: Gutes Sehen im Büro: Brille und Bildschirm perfekt aufeinander abgestimmt

AiB Audio