Dr. Yvonne Lott vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut der Hans-Böckler-Stiftung (WSI), Dr. Carolin Deuflhard, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Hanna Völkle, EAF Berlin (EAF), argumentieren, dass diese Deregulierung nicht nur ein arbeitsrechtliches, sondern auch ein demokratiepolitisches Problem ist:
Wer lange und schlecht planbar arbeitet, hat weniger Zeit für Ehrenamt, Vereinsarbeit und politisches Engagement. Eine funktionierende Zivilgesellschaft brauche Menschen mit Zeit dafür.
Die Forscherinnen werteten die Zeitverwendungserhebung des Statistischen Bundesamts aus. Ergebnis: Von Menschen mit einer täglichen Erwerbsarbeitszeit bis zu 5,5 Stunden engagieren sich 14,4 Prozent ehrenamtlich, sozial oder politisch. Wer mehr als 8,5 Stunden täglich arbeitet, engagiert sich deutlich seltener.