„Schön wäre es, aber wir werden ja nicht erreichen, dass von den knapp 7.000 Beschäftigten keiner AfD wählt“, sagt Jachenholz. „Wir werden bei uns genau dieses Gesinnungsgut auch haben, wie es in Gesamtdeutschland lebendig ist.“ Das Ziel sei aber ein anderes: dass im Betrieb keine abwertenden Bemerkungen mehr fallen – über Familienkonstellationen, über sexuelle Orientierung, über Herkunft. Dass niemand mehr auf einer Betriebsversammlung fragt, ob man keine anderen Sorgen habe.
Dass solche Gespräche dann vielleicht nur noch draußen beim Rauchen geführt werden, „wenn keiner zuhört“, sei „genauso schlimm“, räumt sie ein. Aber die Botschaft ist angekommen: „Die Haltung des Betriebsrates ist ganz eindeutig. Hier ist kein Platz, und wir werden das in keinem Fall akzeptieren und tolerieren.“ Wer etwas aufschnappe, müsse damit rechnen, dass der Betriebsrat „richtig dagegen vorgeht“. Das Klima, so ihr Eindruck, sei dadurch eindeutiger geworden.